Tarifwechsel PKV

 

Das Wichtigste vorweg:

  • Der Tarifwechsel PKV ist für viele der 8,8 Mio. PKV-Kunden die einzige Möglichkeit den Monatsbeitrag zu kontrollieren und abzusenken
  • Die Grundlage für den Tarifwechsel sind die verbraucherfreundlichen Regeln des § 204 VVG
  • Durch den Tarifwechsel innerhalb einer bestehenden PKV kann der Beitrag signifikant reduziert werden
  • Eine professionelle und externe Beratung zum Tarifwechsel in der PKV ist kostenlos

 

Was ist ein Tarifwechsel in der PKV, private Krankenversicherung?

Eine Krankenversicherung ist in Deutschland Pflicht. In Frage kommt eine gesetzliche Krankenkasse (GKV) oder eine private Krankenversicherung (PKV). Von einem System in das andere zu wechseln ist vor allem für Versicherte über 55 Jahren kaum möglich. Die Kosten für eine Krankenversicherung (GKV oder PKV) liegen bei gut 15 % des Bruttoeinkommens mit steigender Tendenz. Die Gründe für die hohen Kosten des Gesundheitswesens sind u.a. eine steigende Lebenserwartung und das immer bessere medizinische Angebot. Viele PKV-Kunden sind also sowohl im System der PKV gefangen als auch innerhalb ihrer bestehenden privaten Krankenversicherungsgesellschaft. Ein Wechsel zu einer anderen PKV ist in der Regel mit zu vielen Nachteilen verbunden und daher nicht zu empfehlen.


 

Kostenkontrolle durch Tarifwechsel in der PKV

Die einzige Möglichkeit die Kosten der Krankenversicherung zu reduzieren, ist somit die PKV-Tarifoptimierung mit dem Tarifwechsel innerhalb der bestehenden Versicherung. Rechtliche Grundlage ist der § 204 VVG (Versicherungsvertragsgesetz). Hier ist u.a. geregelt, dass beim Tarifwechsel-PKV alle erworbenen Rechte wie die Altersrückstellungen und der Gesundheitszustand beim Abschluss der Versicherung erhalten bleiben. Ebenfalls wichtig im 204 VVG: Alle Tarife stehen zum Wechsel offen, bei Mehrleistungen im Zieltarif kann der Versicherte bei heute ungünstigem Risiko zwischen einem Mehrleistungsausschluss und einem angemessenen Risikozuschlag wählen. Der § 204 VVG ist verbraucherfreundlich angelegt und ermöglicht einen risikofreien Wechsel des Tarifs in der privaten Krankenversicherung. Versicherungsbeiträge lassen sich nachhaltig und dauerhaft absenken.

 

Welche Bedeutung hat der Tarifwechsel PKV für privat Versicherte?

Eine PKV kann von sich aus keine Versicherungsleistungen kürzen, so wie das regelmäßig von der GKV vorgemacht wird. Das einzige Instrument zur Kompensation von Kostensteigerungen im Gesundheitswesen ist für die PKV die Beitragserhöhung. Im Gegenzug ist für den Versicherten der Tarifwechsel gem. § 204 VVG meistens die einzige Möglichkeit die Monatsbeiträge wieder abzusenken. Bei einem ständig größer werdenden Anteil der Ausgaben für die Gesundheit am gesamten Einkommen ist die Bedeutung des Tarifwechsels nicht zu unterschätzen.

 

Wie kann ich mein Recht gem. § 204 VVG zum Tarifwechsel ausüben?

Die Initiative zum Tarifwechsel PKV muss immer vom Versicherten ausgehen. Der Tarifwechsel erfolgt auf Antrag des Kunden. Vollständig kann das Tarifwechselrecht nur ausgeübt werden, wenn dem Versicherten alle Tarife der eigenen PKV bekannt sind. Gleichzeitig müssen die kleinen und großen Widerstände des Versicherers überwunden werden.

 

Wie verhält sich meine PKV beim Tarifwechsel?

Grundsätzlich hat eine private Krankenversicherung kein Interesse an sinkenden Einnahmen. Das trifft besonders dann zu, wenn für weniger Geld eine vergleichbare Leistung erbracht werden muss. Alle Versicherungen halten sich an den § 204 VVG. Dennoch macht das Verhalten und die Bürokratie der Versicherungen zum Tarifwechsel in der PKV zuweilen den Eindruck, als wolle man den Tarifwechsel-PKV nicht unterstützen.

 

Welche Nachteile hat der Tarifwechsel meiner PKV?

Geringere Kosten bedeuten eine geringe Steuerentlastung durch PKV-Beiträge und eine kleinere Ansammlung von Altersrückstellungen. Da niemand 100 % Steuern bezahlt, ist eine Kostensenkung jedoch immer ein Vorteil. Eingesparte Versicherungsbeiträge kann jeder Einzelne auch ohne seine PKV anlegen.

Erfolgt die Herausnahme von Leistungen unbewusst, so ist das ein schwerer Fehler beim Tarifwechsel. Verzichtet man dagegen vorsätzlich und nach reiflicher Überlegung auf unnötige Vertragsbestandteile, entsteht durch einen geringeren Versicherungsschutz auch kein Nachteil nach einem Tarifwechsel.

 

Was bedeutet „Leitlinien zum kundenorientierten Tarifwechsel PKV“?

Meinung: Der Autor sieht in der freiwilligen Selbstverpflichtung eines großen Teils der Unternehmen zu den Leitlinien des PKV-Verbandes keinen Vorteil für die Versicherten. Einige Versicherungen bieten nur auf Druck alle Tarife an, andere halten sich nicht an die Bearbeitungsfrist von 15 Tagen. Versicherte ab 55 Jahren erhalten zum Teil unsinnige Wechselvorschläge. Die Leitlinien können zu mehr Verwirrung führen und werden in einigen Fällen zur Abwehr eines Tarifwechsels benutzt. Unternehmen, welche der freiwilligen Selbstverpflichtung nicht beigetreten sind, arbeiten in der Regel transparenter als die Teilnehmer des Verfahrens.

 

Welche Alternativen zum Tarifwechsel PKV habe ich?

  • Ein Wechsel in die GKV. Der Höchstbeitragssatz liegt in 2017 bei 800 EURO, der Mindestbeitrag für Selbstständige ohne Gewinn bei 400 EURO.
  • Der Wechsel zu einer anderen PKV. Wir raten ab. Erworbene Rechte gehen verloren.
  • Den Tarif nicht zu wechseln. Möglichkeiten zur Kostenreduzierung und Optimierung werden nicht genutzt.

 

Welche Fehler können bei der Tarifoptimierung entstehen?

  • Ohne es zu wollen wichtige Versicherungsleistungen zu verlieren. Beispiel: in einen Tarif mit der Erstattungsgrenze Regelhöchstsatz der GOÄ/GOZ zu wechseln.
  • In einen Unisex Tarif zu wechseln. Dadurch entfällt das Wechselrecht in den Standardtarif, zukünftig weniger Wechseloptionen.
  • Den Leitlinien zum Tarifwechsel-PKV zu vertrauen. Die PKV kann gem. den Leitlinien aus der Sicht des Unternehmens „sinnvolle“ Tarife aussuchen.
  • Nach dem Tarifwechsel ist vor dem Tarifwechsel. Eine regelmäßige Überprüfung ist erforderlich
  • Für die externe Beratung zum Tarifwechsel–PKV zu bezahlen. Ein PKV-Maklerspezialist berät professionell und kostenlos.

 

Wer kann mich kostenlos zum Tarifwechsel beraten?

Marktführer in der kostenlosen Tarifoptimierung-PKV die hc consulting AG aus Köln (www.hcconsultingag.de). Bezahlt wird die Arbeit des PKV-Maklers direkt von der Versicherung. In den Beiträgen zur privaten Krankenversicherung sind Verwaltungskosten enthalten. Diese stehen für die Bezahlung der externen Beratung der Versicherten bereit. Die Beratung wird als „externe Beratung“ bezeichnet, da der Makler rechtlich auf der Seite des Versicherungsnehmers steht. Der Makler vertritt die Interessen des Versicherten und nicht die Interessen der Versicherung. Neben der kostenlosen Beratung zum Tarifwechsel-PKV steht der PKV-Makler seinen Kunden bei allen Fragen und Problemen rund um die private Krankenversicherung zur Seite, ohne jemals Gebühren zu verlangen. Der PKV-Verband empfiehlt den kostenlosen Tarifwechsel.

Leider beteiligen nicht alle PKV-Unternehmen ihre Versicherten an den Verwaltungskosten.

Diese privaten Krankenversicherungen nehmen am kostenlosen Tarifwechsel-PKV teil:

AllianzAlte OldenburgerARAGAXABarmeniaBayrische VersicherungskammerCentralContinentaleDeutscher RingDKVGothaerHallescheHanse MerkurInterMünchener VereinNürnbergerR+VSignal IdunaSDKUKVUniVersa und Württembergische.